Nr. 247 (2019)

Das islamische Stiftungswesen – Normative Quellen und historische Ausprägungen

Nr. 247 (2019)

Von Martin Kellner

Vor rund hundert Jahren waren im Gebiet der heutigen Türkei etwa drei Viertel aller Ländereien und Gebäude als Stiftungen registriert, in der Mitte des 19. Jahrhunderts standen etwa die Hälfte des bebaubaren Landes in Algerien, ein Drittel von Tunesien und noch im Jahr 1935 ein Siebtel des kultivierbaren Landes in Ägypten im Besitz von Stiftungen.[1] Diese Zahlen geben Rückschluss auf die
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Nr. 244 (2019)

Analyse der Sprecherdimensionen im Koran
Das takfīr-Problem
Wer darf wen mit welcher Legitimation einen Ungläubigen nennen?

Nr. 244 (2019)

Von Ahmet Inam

Im ersten Artikel dieser Serie (Nr. 241) wurde anhand eines im Koran erwähnten historischen Beispiels zum Thema „Sündenübertragung“ dargelegt, dass die Mehrheit der muslimischen Gelehrten dem von Gott in direkter Rede offenbarten Vers größere Beachtung schenkten als einem Analogieschluss aus dem Vergleich verschiedener Koranverse.

Dabei zeigte sich allerdings, dass die klassischen und zeitgenössischen Exegeten die Unterscheidung zwischen

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Nr. 243 (2019)

Islam und plurale Gesellschaft

Nr. 243 (2019)

Von Ali Türkmenoglu

Als der Islam im 7. Jahrhundert entstand, wurde auf die bereits existierende Lebensweise mit ihren Sitten und Gebräuche geachtet. Seine Lehre wurde und wird als menschlich und logisch angesehen, da sie die bereits bestehenden Strukturen nicht zerstörte.

Muhammed war bereits ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, als er

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Nr. 242 (2019)

Vernunft und Verstand (aql)  in der islamischen Lehre Muhammed al-Ghazalis (gest.1111)

Nr. 242 (2019)

Von Ali Türkmenoglu

Abu Hamid al-Ghazalis Erkenntnisse und seine Werke spielten in der Geistesgeschichte des Islams eine große Rolle. Auch heute sind seine Werke in der muslimischen Gesellschaft  nach wie vor aktuell und weit verbreitet, sondern ausgesprochen vielseitig. Sein Werk umfasst  Schriften über: Philosophie, Theologie, Recht und Rechtsphilosophie, Sufismus, Ethik, Polemik, Paränese usw.) Allerdings sind seine mystischen Schriften allgemein mehr anerkannt als seine wissenschaftlich-theoretischen Ideen.

Er schätzte Mathematik und Logik so sehr, dass er

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Nr. 239 (2018)

EXISTIEREN IM WIDERSPRUCH[1]
Ein Essay über Martin Luthers dialektische Theologie in Auseinandersetzung mit der zweiwertigen Logik des Aristoteles und ihre logische Reformulierbarkeit durch G.W.F. Hegels dialektische Logik[1]

Nr. 239 (2018)

Von Edmund Weber

Meiner Frau Barbara Weber-Rehberg
in Erinnerung an die gemeinsame Tübinger Zeit

Inhalt

I. Martin Luthers dialektische Theologie in Auseinandersetzung mit der aristotelischen Logik

  • Die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium
  • Der Satz vom Widerspruch und der Satz vom ausgeschlossenen Dritten
  • Der logisch problematische Zeitfaktor im aristotelischen Satz vom Widerspruch
  • Die göttlichste Vernunft und die als Hure missbrauchte Vernunft
  • Zweiwertigkeit als Unglaube
  • Simul peccator et iustus – Sünder und Gerechter zugleich
  • Vom Mißbrauch des Glaubens
  • Identität im extra nos
  • Umsonst ist die Existenz
  • Der aristotelische Schrecken vor der Freiheit der Gnade, des Grundes der Existenz

II. Zur logischen Reformierbarkeit der dialektischen Theologie Luthers durch G. W. F. Hegels Logik

III. Zusammenfassung

VI. Rabindranath Tagore über die Dialektik der Liebe

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Nr. 238 (2018)

The End of All Longing
The chanting of the holy name of Krishna as realization of the fundament of existence in the here and now1 from the perspective of the Gaudiya Vaishnava Tradition

Nr. 238 (2018)

Von Edmund Weber

Translated by Petra Huy-Kraft

Dedicated to Sacinandana Swami and the other singers who made Krishna’s Holy Name resound during the Kirtan Festival in Radhadesh (Belgium) in January 2017.

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Nr. 30 (1999)

Zur Religion des jungen Goethe

Nr. 30 (1999)

Von Karl Dienst
  1. Bekenntnis oder Rollenspiel?

(1) Die Behandlung einiger Aspekte der Religiosität des jungen Goethe unter besonderer Berücksichtigung der damaligen Frankfurter religiösen Verhältnisse hat zunächst die Vieldeutbarkeit der Äußerungen des Dichters zu unserem Thema, ihren Metapher-Charakter zur Kenntnis zu nehmen: Goethe wurde (und wird) für ganz verschiedene Interessen in Anspruch genommen, die die Interpretation jeweils „kanalisieren“! So pries das freigeistige 19. Jahrhundert

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Nr. 27-08 (1999)

Theravada Buddhismus aus feministischer Perspektive

Nr. 27-08 (1999)

von Tippawan Duscha

Internationale Symposion: Frauen im Buddhismus,
7.-9. Febr. 1997, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main.

1. Die Lehre des Buddhismus ist die Lehre von Ursache und Wirkung

Buddha sagt:“Wer das bedingte Entstehen versteht, versteht Dharma, wer den Dharma versteht, versteht das bedingte Entstehen“. Dharma ist die Lehre des Buddha. Dharma bedeutet „Wahrheit“, „Gesetzmäßigkeit“, „Naturgesetzt“. Die gesamte Lehre von Buddha handelt von Menschen, von uns und von der Natur.

Buddha hat ein andermal gesagt:

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Nr. 27-06 (1999)

Aspects and Values of Buddhism for the Women of the West

Nr. 27-06 (1999)

von Elizabeth Napper
Tibetan Nuns Project, Dharamsala, India

Internationale Symposion: Frauen im Buddhismus,
7.-9. Febr. 1997, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main.

Living in India, which is not yet linked into the electronic autobahn at quite the screaming pace of the rest of the world, I received my information about this conference in two barely legible faxes, which arrived more than three weeks apart and presented me with two different titles for my paper. The first was „Aspects and Values of Buddhism That Are Attractive to Peoples in the West“ and the second was that printed in the conference program, „Aspects and Values of Buddhism for Women in the West.“ These are rather different topics, but in another way they are not so different.

In that half the „peoples in the West“ are women, the first topic in a sense includes the second, but one migh

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